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10Okt

Pressemitteilung: Strom hat eine Herkunft – Fahrt der Lüdinghauser Grünen zur Großdemo am Hambacher Wald

Eine beachtliche Schar machte sich am Samstag von Lüdinghausen zur Großdemo am Hambacher Wald auf. Der Ortsverband der Grünen in Lüdinghausen hatte den Bus organisiert – und der war gut gefüllt. Vom Vorstand der Grünen begleiteten Dennis Sonne und Lars Reichmann den Bus. Viele Lüdinghauser waren dabei, junge und alte Leute, Enkel und Omas. „Ich hätte nicht gedacht, dass wir eine so schön gemischte Reisegruppe zusammenkriegen“, meint Dennis Sonne, „und ich freue mich, dass die Leute durch die Gerichtsurteile jetzt friedlich und gut gelaunt zur Demo fahren und nicht frustriert.“ Am Freitag erst wurden der Stopp der weiteren Rodung bis 2020 sowie die Rechtmäßigkeit der Großdemo gerichtlich entschieden.

Vor Ort konnte man sehen, was der Abbau von Braunkohle anrichtet: Kraftwerke werden direkt neben dem Loch errichtet, denn längerer Transport der ineffizient verbrennenden Braunkohle lohnt nicht. Die riesigen Bagger schaufeln bis 500m tiefe Löcher in den Boden. Ganze Dörfer stehen leer, die Häuser noch gut in Schuss, die Fenster leer und mit Holzplatten verrammelt. Das alles konnten die Teilnehmer der Demo mit eigenen Augen sehen, als der Bus sein Ziel erreicht hatte. Und sie waren Teil einer großen Bewegung von 50.000 Menschen, wie der Veranstalter der Demo mitteilte.

Dennis Sonne: „Das Ganze ist Irrsinn, man kann es sofort sehen, wenn man hier ankommt. Landschaft, Wald und wertvoller Ackerboden werden weggefräst für die Erzeugung von Strom, bei der gut dreimal so viel CO2 ausgestoßen wird, wie bei einem modernen Gaskraftwerk – von erneuerbaren Energien ganz zu schweigen.“

Und was hat das Ganze mit Lüdinghausen zu tun? „Viel!“, erklärt Lars Reichmann, „Wir müssen den schmutzig erzeugten Strom hier verbrauchen. Der kommt ja nicht einfach so aus der Steckdose, das wissen wir Grünen bekanntlich am besten! Und als Resultat müssen wir uns hier vor Ort mit dem Klimawandel herumschlagen – und mit seinen Folgen, mit den Kosten von Hitzewellen, Starkregenereignissen und dem Eichenprozessionsspinner, der sich dank des Klimawandels hier erst so richtig wohlfühlt.“ Konzerne wie RWE werden sich an diesen Kosten wohl nicht beteiligen.

 

„Ich bin mitgekommen, weil der Hambacher Forst zu einem guten Symbol des Braunkohleausstiegs geworden ist. Die Möglichkeiten, die 20 ältesten Kohlekraftwerke abzuschalten, sind gegeben. Wenn wir etwas gegen den Klimawandel, den wir dieses Jahr ja schon erlebt haben, tun wollen, müssen wir raus aus der Braunkohle und dafür war ich, ebenso wie über 50.000 andere Junge und Alte, gestern vor Ort.“ (Zitat: Leon Focks – er gab den Impuls für die Fahrt)

Verfasst am 10.10.2018 um 10:13 Uhr von .
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