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Bücherkiste

Hier können Mitglieder und Freunde des Ortsverbandes Bücher vorstellen

 

 

03Mrz

David Graeber: Debt. The first 5.000 Years. New York 2012.

P1070243Endlich wird die staubige Bücherkiste wieder geöffnet, um etwas verspätet ein Buch hineinzuwerfen – die Lektüre ist zwei Jahre her und die Kiste selbst seit über einem Jahr geschlossen. Da liegt jetzt also schon ordentlich Staub drauf.

Doch es lohnt sich, denn dieses Buch hat sicherlich das Zeug zum Klassiker. David Graeber ist Anthropologe und Vordenker der Occupy-Bewegung, zur Erinnerung: das sind die Damen und Herren, die sich eine zeitlang zeltenderweise vor den Tempeln der Finanzwelt niedergelassen hatten. weiterlesen »

22Jan

Susanne Schmidt: Markt ohne Moral. Das Versagen der internationalen Finanzmärkte. München 2011.

Markt ohne Moral„Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral“ – dieses  Zitat aus Bert Brechts ‚Dreigroschenoper‘ ist so wahr wie problematisch. Denn was, wenn man den Hals nicht voll kriegt? Dann gibt es keine Moral.

So muss es in der Londoner City zugehen, im Heimatland von Thomas Hobbes, wo der Mensch dem Menschen ein Wolf ist und skrupellose Bankster gegenseitig um das Geld bringen, welches irgendwo ein anderer Verloren haben muss. [Ja, ich weiß – das Bild ist schief: Banken können Geld schöpfen – aber man muss ja nicht alles gleich so differenziert darstellen!] weiterlesen »

29Apr

Manfred G. Schmidt: Das politische System Deutschlands. Institutionen, Willensbildung und Politikfelder. Bonn 2011.

System DeutschlandsEin Buch mit einem solchen Titel verspricht viel. Dem einen verheißt jener umfassende Erklärungen des Institutionengeflechts in der Bundesrepublik, des Handelns von Politikern, gegebenenfalls bedeutende Wegmarken der deutschen Geschichte sowie die Illustration von Inhalten der Politik – sortiert nach Bildungs-, Wirtschafts-, Sozial- und Außenpolitik etc. pp. – polity, politics, policy – die gesamte Schaufensterauslage der Politikwissenschaft.

Der andere denkt angesichts eines solchen Titels in Kombination mit dem Gefühl der fünfhundert Seiten geschriebener Sprache – der Anhang hängt da noch zusätzlich dran – an das Bohren sehr dicker Bretter bei der Lektüre. Als ein solches erscheint Politik bereits in der Theorie? Jau (!!), denn die Theorie soll ja schon irgendwie der Wirklichkeit entsprechen. Wie schon Prof. Dr. Paul Kevenhörster im GK I Politik an der WWU Münster gern betonte: „Politik ist multifaktoriell bedingt!“ – wer hier einfache Lösungen aus dem Hut zaubert ist meist ein guter Illusionist.

Beide Versprechungen, Umfang und Gewicht, werden erfüllt. Aber man muss ja nicht alles Lesen! weiterlesen »

17Feb

Andresen/Bitzegeio/Mittag: Nach dem Strukturbruch? Kontinuität und Wandel von Arbeitswelten. Bonn 2011.

strukturbruchGab es einen Strukturbruch in den 1970er Jahren, der in eine neue, noch anhaltende Epoche mündete? Der These der Historiker Anselm Doering-Manteuffel und Lutz Raphael nach ist dies der Fall. Die Autoren dieses Sammelbandes gehen in ihren Beiträgen dieser Frage ebenfalls nach – und untersuchen die zeitgeschichtlichen Entwicklungsverläufe in jeweils sehr speziellen Bereichen. Betriebliche Mitbestimmung, Wandel der Berufsausbildung, Lohnpolitik und weitere Aspekte der Arbeitswelt werden tiefgehend und differenziert untersucht.

Ergebnis: Einen richtigen Strukturbruch im Sinne weiterlesen »

13Dez

Rolf Lamprecht: Das Bundesverfassungsgericht. Geschichte und Entwicklung. Bonn 2011.

Der Titel des Buchs ist wirklich abschreckend. Zu Befürchten ist ein Band über die institutionelle Einbettung des Bundesverfasssungsgerichts in das politische System der Bundesrepublik Deutschland. Der Untertitel weist aber schon den richtigen Weg: Geschichte und Geschichten spielen hier eine große Rolle und hauchen dem instituionellen Gerippe Leben ein. Es wird deutlich: Urteile des Bundesverfassungsgerichts spiegeln Wegmarken der Geschichte Deutschlands wider, illustrieren den gesellschaftlichen Wandel und machen auch einen Fortschritt der Gesellschaft in Hinblick auf Toleranz und mehr Demokratie deutlich.

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07Okt

Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung: Die demografische Lage der Nation. Bonn 2011.

Was haben Klimawandel und Bevölkerungsrückgang gemeinsam?

Die grundlegenden Stellschrauben sind gestellt – lange bevor die Wirkung eintritt.

Die Kinder, die vor zwanzig Jahren schon gefehlt haben und in zehn Jahren noch einmal nicht genug Kinder bekommen, fehlen in vierzig Jahren in potenziertem Maße. Wenn ein Drittel der potenziellen Eltern keine Kinder bekommen und deren Kinder es genauso machen, dann sind die Hälfte aller Alten ohne Enkel. Die Bevölkerungspyramide wird zur zerzausten Wettertanne und schließlich zur Urne. weiterlesen »

07Aug

Eva Leipprand: Politik zum Selbermachen. Eine Gebrauchsanweisung. Bonn 2011.

Manchmal regen wir uns wirklich über „die Politiker“ auf. Wer wollte dann nicht wenigstens ab und zu mal „da oben“ sitzen, das Sagen haben, den Laden zum Laufen bringen.

Für viele von uns ist dieses Aufregen ja der Impuls für das politische Engagement – und viele von uns laufen dann früher oder später vor eine Wand aus Sachzwängen, zu großer Komplexität von Problemen oder fragmentierter Gemengelage in den Fraktionen.

Was zeichnet einen guten Politiker aus? Aufstehen! Nochmal davor laufen! Oder den mühsamen Umweg dran vorbei wählen… Weber hat immer noch recht: Politik ist das Bohren dicker Bretter.

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07Jun

Jeanne Rubner: Das Energiedilemma. Warum wir über Atomkraft neu nachdenken müssen. Bonn 2007.

Als ich 2010 das Vergnügen hatte, mit einer Besuchergruppe bei Friedrich Ostendorff in Berlin zu Gast sein, wurde gerade der „Ausstieg aus dem Ausstieg“ durch den Bundestag geboxt. Die Demonstration vor dem Bundestag, bei der auch ein ‚ausgebüxter‘ Großteil der Reisegruppe zu finden war, war ebenso lautstark wie Ostendorff im Gespräch mit der Gruppe nach der Abstimmung wutschnaubend über das heimliche Aushandeln von Verträgen am Parlament vorbei.

Ein halbes Jahr später: Fukushima und die Folgen.

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